Eine viel zu detaillierte Auseinandersetzung mit „Art Matters“ von Neil Gaiman

Ich habe Art Matters von Neil Gaiman zu Weihnachten bekommen und rein äußerlich trifft es genau meinen Geschmack. Es präsentiert sich als motivierndes Werk zu der Kreativität des Schreibens. Ein Buch, das zum Schreiben anhält, das Schreiben feiert und betrachtet, wie das Schreiben die Welt verändern kann. Doch leider hat mich der Inhalt mit seiner Kürze, Banalität und undurchdachten Wort-, Inhalts- und Metapherwahl enttäuscht.

Der Aufbau von Art Matters

Art Matters besteht aus vier Teilen, die unterschiedliche Themen ansprechen. Deswegen werde ich jeden Teil auch einzeln besprechen, denn ich habe viele Gedanken dazu.
Eine kleine Warnung direkt am Anfang: Dieser Artikel ist sehr lang und wahrscheinlich unnötig penibel und detailliert. Doch um meinem Urteil über dieses Buch gerecht zu werden, wollte ich meine Enttäuschung ausreichend begründen.

Teil 1: Credo

Im ersten Teil gibt es für einige Seiten lose zusammenhängende Sprüche zu lesen, die (meistens) mit „I believe …“ beginnen. Sehr passend also zu dem Titel dieses Teils „Credo“, was ich „Ich glaube“ auf Latein bedeutet.

Das Toleranz-Paradox

In Credo fühlt man deutlich, dass der Autor ein US-Amerikaner ist. Der Fokus auf Freedom of Speech ist für mich ein wenig befremdlich und undifferenziert.  Gaiman spricht sich dafür aus, dass alle Gedanken ausgesprochen werden sollen dürfen. Auch Gedanken, die er widerlich oder abstoßend findet. Dem stimme ich nicht zu.
In meinem Kopf bin ich da direkt bei dem Toleranz-Paradox (von Karl Popper):

Uneingeschränkte Toleranz führt mit Notwendigkeit zum Verschwinden der Toleranz. Denn wenn wir die uneingeschränkte Toleranz sogar auf die Intoleranten ausdehnen, […]dann werden die Toleranten vernichtet werden und die Toleranz mit ihnen.

Karl Popper: The Open Society and Its Enemies. Routledge, London 1945. Deutsche Übersetzung: Die offene Gesellschaft und ihre Feinde, Band 1

Auch wenn Neil Gaiman an dieser Stelle vielleicht speziell von kreativen Ideen, Entscheidungen oder Gedanken spricht, finde ich seine explizite Toleranz gegenüber widerlichen und abstoßenden Gedanken (was für mich menschenfeindliche Gedanken einschließen würde) mindestens schlecht formuliert, aber eher besorgniserregend.

Was sagt dieser Teil eigentlich aus?

Generell tue ich mich mit der Botschaft dieses Teils schwer. Was Neil Gaiman in diesem Teil wahrscheinlich sagen wollte: „Ideen sind kraftvoller als Gewalt, sie werden überdauern und werden weitergetragen.“ Eine bestärkende und inspirierende Botschaft. Aber um diese Botschaft klar zu übermitteln, braucht es eine Präzision in der Sprache, die ich zwar von einem Autoren erwarte, die aber in diesem Fall leider nicht gegeben ist. Stattdessen sagt Gaiman – sicher ungewollt – Folgendes: „Ideen sind kraftvoller als Gewalt, sie werden überdauern und werden weitergetragen … auch wenn sie schlecht oder widerlich sind.“ Und das finde ich nicht besonders motivierend.

Eine Seite aus dem Buch "Art Matters". Der Text lautet: "Ideas spring up where you do not expect them, like weeds, and are as difficult to control. I believe repressing ideas spreads ideas." Darunter ist das Bild eines dunklen Stiefels, der mit Wucht Unkraut zertritt.In einer besonders verwirrenden Metapher, nennt er Ideen „weeds“ (engl. Unkraut), und auch wenn er sich dabei auf ihre Entstehung/Verbreitung bezieht, ist es schwierig, das nicht sofort als etwas Schlechtes zu interpretieren. Denn wann ist „Unkraut“ schon eine positive Metapher? Ideen als Unkraut zu bezeichnen ist also wahrscheinlich eine undurchdachte Formulierung, aber eine so offensichtliche und verwirrende Ungenauigkeit sollte nicht passieren. Besonders nicht in einem so kurzen Buch.

Teil 2: Why our future depends on libraries, reading and daydreaming

Dieser Teil ist ein kleiner Liebesbrief an das Lesen, an Bibliotheken und Bibliothekar*innen. Neil Gaiman erzählt wie er sich als 8-jähriger Junge in seiner lokalen Bibliothek wohlgefühlt hat und wie sehr die aufmerksamen und toleranten Bibliothekar*innen ihn geprägt haben. Wie das Lesen die Kreativität anregt und das scheinbar Unmögliche greifbar macht. Eine Botschaft, zu der auch ich zu 100% stehe.

We need books. We need literate citizens.

Unglaublich banal

Um ehrlich zu sein, habe ich inhaltlich – egal ob gedankenanstoßend oder einfach literarisch – mehr erwartet. Die Ideen und Gedanken, die präsentiert werden, sind nichts besonderes. Wenn man sich auch nur marginal mit dem Einfluss des Lesens auf Menschen oder eine Bevölkerung beschäftigt hat, wird einem alles bekannt sein. Ich gebe zu, dass es auch irgendwo „meine Schuld“ ist, dass ich selbst in dem Thema drin bin, aber trotzdem hätte ich erwartet, dass ich zumindest ein Körnchen neue Weisheit finden könnte. Nur eine einzige neue Verbindung. Aber nein.
Bei einigen Sätzen habe ich den Kopf geschüttelt und mir gedacht: „Wenn nicht ‚Neil Gaiman‘ auf dem Cover stehen würde, wäre dieses Buch nicht gedruckt worden.“

A library is a place of safety, a haven from the world. It’s a place with librarians in it.

Was soll mir dieses Zitat sagen? Bibliothekar*innen sind nunmal in Bibliotheken. Und jetzt? Bin ich zu zynisch, um da etwas Poetisches drin zu sehen oder ist das wirklich einfach nur meh?
Denn ich kann mir nicht vorstellen, dass Neil Gaiman – der ja für seine tollen Geschichten bekannt ist – einfach nur die Seiten mit irgendwelchen pseudo-tiefen Postkartensprüchen gefüllt hat. Aber gleichzeitig hat mich das meiste, naja eigentlich alles, ziemlich unberührt und uninspiriert zurückgelassen.

Die einzige Metapher, die ich interessant fand, war die Gleichsetzung von Büchern mit Haien, aber dieser Vergleich stammt von Douglas Adams und wurde von Neil Gaiman an dieser Stelle nur aufgegriffen.

Teil 3: Making a Chair

In diesem Teil verwendet Neil Gaiman eine Metapher, die für mich überhaupt nicht funktioniert hat. Und je öfter ich sie gelesen habe, desto verwirrender wurde sie.

Neil Gaiman beschreibt wie er einen Stuhl zusammenbaut. Am Anfang hat man nur die Einzelteile. Dann trägt man sie vorsichtig an den richtigen Ort. Aber die gegebenen Materialien, wie z.B. Schrauben, passen nicht immer wie sie sollen. Und es nimmt alles natürlich sehr viel Zeit in Anspruch.
Eine einleuchtende Metapher, dachte ich mir: Einen Stuhl zu bauen, ist sehr ähnlich dazu ein Buch zu schreiben. Auch wenn man die einzelnen Bestandteile einer Geschichte kennt, muss man sie erst sortieren und richtig zusammenfügen. Die Hilfsmittel (=Schreibtipps), die man bekommt, passen vielleicht nicht richtig auf die eigene Geschichte. Und das Ganze dauert ewig. Alles logisch.

Aber das ist nicht der Vergleich, den Gaiman zieht. Stattdessen sagt er, dass ein Buch (genau wie ein Stuhl) vielleicht mit einem Zettel mit Warnungen geliefert werden sollte. „Bitte nicht als Leiter benutzen.“ Und dann…

One day I will write another book, and when I am done, I will climb it, like a stool or stepladder […] and I will be gone. But for now I shall follow these warnings, and finish making the chair.

Also ist nicht der Prozess des Stuhlbauens gleichzusetzen mit dem Geschichtenschreiben, sondern die (unkonventionelle) Benutzung des Stuhls als Leiter mit … womit?
Soll die Metapher sein, dass man sich beim Schreiben der Geschichten nicht an die Regeln halten muss? Warum ist dann nicht die Metapher, dass ein Stuhl mit einer Zusammenbau-Anleitung kommt, die man theoretisch nicht benutzen muss? (Genauso wie man sich beim Schreiben nicht an die Anweisungen/Regeln halten muss.) Ein fertiger Stuhl impliziert, dass die Geschichte auch fertig ist und nur die Benutzung als Leiter unkonventionell/falsch ist. Wie kann ich eine Geschichte falsch benutzen? Und warum “ […] and I will be gone“? Wohin geht der Erschaffer der Geschichte, nachdem er sie unkonventionell benutzt hat? Was ist das für eine Metapher?

Was übersehe ich?

Ich bin so frustriert, dass ich das nicht verstehe.

Teil 4: Make good art

Make good art spricht viel über die Probleme, die mit Erfolg kommen. Eine wichtige Diskussion mit einem Thema, das nicht oft besprochen wird, aber – wie ich finde – in einem motivierenden Werk für hoffnungsvolle Kreative fehl am Platze. Neil Gaiman – einer der erfolgreichsten Autoren unserer Zeit – spricht mit Lesenden, wahrscheinlich Kreativen, die seinen Erfolg nicht haben und beschwert sich darüber, dass es das Impostor Syndrom gibt. Dass man sich Arbeit machen muss, um seine Relevanz zu behalten. Dass sich das Schreiben auf einmal wie Arbeit anfühlt. Diese Beschwerden hinterlassen einfach einen bitteren Beigeschmack in einem Werk, das eigentlich motivieren soll.

Erlogener Erfolg

Neil Gaiman schreibt, dass er am Anfang seiner Karriere über vergangene Arbeitgeber gelogen hat und wegen dieser Lügen eingestellt wurde. Er schreibt es als witzige Anekdote, nennt sich „chronologically challenged“. Es sind nur ein paar Sätze, eine Wegwerf-Anekdote eben, aber das hat bei mir einen Nerv getroffen. Mich macht es wütend, dass jemand zugeben kann, sich seinen Zugang in eine unglaublich schwer zu erobernde Welt erlogen zu haben, und es dann dreist abdrucken kann, nur weil er Erfolg hatte.
Er schreibt: „You get work however you get work.“ Was ist das für eine Botschaft für zu ihm aufsehende Kreative? Wir müssen lügen, um Erfolg zu haben? (Was wegen des Internets kaum noch möglich ist, wie er selbst zugibt.) Oder sagt er uns, dass sogar der erfolgreiche Neil Gaiman lügen musste, um Beachtung geschenkt zu bekommen? Dann wird es doch der durchschnittliche kreative Mensch erst Recht nicht schaffen.

Was ist der Zweck dieser Anekdote? Ich verstehe es einfach nicht.

Ungenossener Erfolg

Dann schreibt er, dass er die letzten fünfzehn Jahre seines Erfolgs mehr hätte genießen sollen, weil er sich zu sehr auf Deadlines konzentriert hat und sich keinen Spaß gegönnt hat. Ebenfalls ein wichtiges Thema … für ein anderes Buch. Die Zielgruppe dieses Buches sind Kreative, die vielleicht an sich zweifeln, die einen Motivationsschub brauchen, Kreative, die es wahrscheinlich noch nicht geschafft haben. Und sich dann vor ihnen zu beschweren, dass ihr Ziel nicht so cool ist, wie er sich gedacht hat? Tut mir Leid, dass ich da wenig empathisch bin, dass er seinen Riesenerfolg nicht so genießen konnte, wie er es sich im Nachhinein gewünscht hätte.

Art Matters oder Good Art Matters?

Make good art. I’m serious. Husband runs off with a politician? Make good art. Leg crushed and then eaten by mutated boa constrictor? Make good art. IRS on your trail? Make good art. Cat exploded? Make good art. Somebody on the internet thinks what you do is stupid or evil or it’s all been done before? Make good art. […] Make it on the good days too.

Aber was ist good art? Was macht Kunst „gut“? Denn Neil Gaiman schreibt ursprünglich nur von make art, aber wechselt dann mit dem oben abgebildeten Zitat zu good art. Wo ist der Unterschied? Warum macht Gaiman den Unterschied?
Und warum heißt das Buch, wenn man nur gute Kunst produzieren soll, dann „Art Matters“ und nicht „Good Art Matters“?
Es fühlt sich einfach an, als würde die Hälfte seines Aufsatzes fehlen. Als wären Erklärungen übereifrig gestrichen worden, damit die Sätze besser klingen, aber ohne zu kontrollieren, ob sie überhaupt noch Sinn ergeben.

08/15 Tipps für Kreative

Neil Gaiman gibt in diesem Teil von Art Matters insgesamt sechs Tipps:

  1. Wenn du die Regeln nicht kennst, kannst du das Unmögliche schaffen (weil du nicht weißt, dass es unmöglich ist)
  2. Wenn du ein festes Ziel hast, dann treffe alle Entscheidungen so, dass sie dich näher ans Ziel bringen.
  3. Lass dich von Misserfolg (oder fehlendem Erfolg) nicht demotivieren.
  4. Auch Fehler bringen dich weiter voran.
  5. Erschaffe Kunst, die nur von dir kommen kann.
  6. Tue alles, was nötig ist, um Arbeit zu bekommen.

An den Tipps habe ich nichts auszusetzen, aber sie sind auch nichts Besonderes. Eben alles Tipps, die man gehört hat/kennt, wenn man sich schon mit dem Schreiben (oder dem Kunstschaffen allgemein)auseinandergesetzt hat. Nichts Negatives, aber 08/15 Tipps werden auch nicht dadurch besser, dass Neil Gaiman sie gesagt hat.

Tatsächliche Motivation?

Er beendet das Buch mit

Make interesting, amazing, glorious, fantastic mistakes. Break rules. Leave the world more interesting for your being here. Make good art.

und diese letzten Sätze sind für mich das einzig motivierende an diesem Buch.

Die Illustrationen von Chris Riddell

Eine Seite aus dem Buch "Art Matters": Der Text lautet "I don't think there is such a thing as a bad book for children. It's tosh. It's snobbery and it's foolishness. We need our children to get onto the reading ladder. Anything they enjoy reading will move them up, rung by rung, into literacy." Darunter ist eine Zeichnung eines Kindes, das konzentriert ein Buch liest, während es auf den Sprossen einer steilen Leiter sitzt.
Der Text spricht von einer „Reading Ladder“? Also ist das Bild von einer Leiter, auf der gelesen wird.

Ein großer Interessenspunkt für mich waren die Illustrationen von Chris Riddell. Ich bin der Kunst von Chris Riddell das erste Mal in meiner Kindheit in den Klippenland-Chroniken begegnet und habe mich in den Stil und seine penible Liebe zum Detail verliebt.
Die Illustrationen in Art Matters sind freier, als ich es aus den Klippenland-Chroniken gewohnt war. Tatsächlich handelt es sich meistens eher um Skizzen, als „fertige Zeichnungen“ (was okay ist, wichtiger ist mir, dass es zu dem Geschriebenen passt). Allerdings muss ich sagen, dass ich trotzdem enttäuscht war. Die Illustrationen füllen fast jede Seite midestens zur Hälfte – reduzieren also den geschriebenen Inhalt des sowieso sehr kurzen Buches deutlich – und sind wirklich nur Dekorationen, die nichts zu dem Inhalt hinzufügen. Im Text wird ein Abenteurer erwähnt? Also ist die Zeichnung von einem jungen Mann mit Schwert. Gaiman spricht von der Fraud Police (ein anderes Wort für Impostor Syndrome)? Ein Polizist, der „Fraud“ auf seinem Helm stehen hat. Ich hatte auf mehr gehofft.

Die Illustrationen selbst, losgelöst von dem Buch, sind schön anzusehen, aber leider im Kontext des Buches ebenso banal wie sein geschriebener Inhalt.

Das Schriftbild

Ich weiß nicht, wo ich die Schriftart von Art Matters sonst hätte unterbringen können, aber ich wollte sie mindestens einmal kurz angesprochen haben, deswegen ist sie hier bei der Besprechung der Illustrationen gelandet. Sie ist handschriftlich (Druckbuchstaben) gehalten und pur in Großbuchstaben. Leider ist sie an einigen Stellen ziemlich schief und auch die Schriftgröße variiert stark von Seite zu Seite, was sie insgesamt nicht immer ganz einfach zu lesen macht. Das tut dem Inhalt keinen Gefallen.

Fazit: Art Matters ist enttäuschend

Art Matters fühlt sich an wie ein billiger Chash-Grab. Verwirrte Metaphern, unpassende Anekdoten. Ich frage mich, ob ich entweder das ganze Buch missverstanden habe, generell zu zynisch für motivierende Bücher bin oder aus Versehen ein falscher Text gedruckt wurde. Vielleicht ist es auch einfach nur ein Fall von „It’s not that deep.“ und ich habe versucht Bedeutung in einem Text zu finden, der einfach nur (mit wenig Substanz) gut klingen sollte. Anders kann ich mir das Ganze nicht erklären.

Ich wollte Art Matters wirklich mögen, aber es hat mich trotz allem guten Willen nicht überzeugen können. Es beginnt mit einer gefährlich undifferenzierten Sicht auf Freedom of Speech und liefert erst auf der letzten Seite einen einzigen motivierenden Satz. Viele Formulierungen klingen zwar gut, verlieren aber jegliche Wirkungskraft, wenn man auch nur ein bisschen darüber nachdenkt. Denn dann erkennt man die Banalität des Ganzen. Es hebt sich in keiner Form literarisch oder inhaltlich besonders hervor. Sowohl die Illustrationen und der Inhalt sind von vorne bis hinten enttäuschend.
Traurig ist auch, dass ich in dieser Auseinandersetzung mit dem Buch wahrscheinlich mehr Wörter geschrieben habe, als das ganze Buch enthält.

Für ein paar positive Rezensionen von Art Matters, kannst du z.B. bei Akais Laberecke oder beim Buchperlenblog reinstöbern.


Hast du Art Matters von Neil Gaiman gelesen? Wie war dein Eindruck? Ich wäre sehr gespannt auf deinen Eindruck.

Teilen mit:

4 Replies to “Eine viel zu detaillierte Auseinandersetzung mit „Art Matters“ von Neil Gaiman”

  1. Lew Marschall says:

    Danke für den schönen Artikel, Sina.
    Die Stuhl-Metapher ist für mich beides: ansprechend und verwirrend. Das Schöne daran ist, dass er aus dem Kopf in die physikalische Welt springt.
    Es scheint, Neil hat sie schon in einem anderen Buch verwendet, siehe der Link

    LG
    Lew

    Antworten
    1. Sina Bennhardt says:

      Bitte gerne! Ich war tatsächlich ein wenig nervös den Artikel zu posten, weil Neil Gaiman ein sehr beliebter Autor ist und da geht (auch gut gemeinte) Kritik manchmal nach hinten los. Umso schöner, dass dir der Artikel gefallen hat^^

      Ich finde auch, dass die Stuhlmetapher ein schönes lebhaftes Bild ergibt, aber das Problem ist, dass ich sie einfach nicht vollständig verstehe 😀
      (Full disclosure: Ich habe deinen Kommentar ein wenig bearbeitet und den Link eingebettet, damit er klickbar ist und nicht einfach nur ausgeschrieben dasteht. Ich hoffe, das ist okay für dich 🙂 )

      Antworten
    1. Sina Bennhardt says:

      Danke! Ich habe mir das Video direkt mal angeschaut!

      Es hilft tatsächlich in dem Sinne, dass ich jetzt verstehe, dass die Zielgruppe eine andere ist, als ich ursprünglich gedacht habe. Damit machen seine Ausführungen über seine erlogenen Berufschancen ein wenig mehr Sinn (aber ich finde, sie machen ihn trotzdem sehr unsympathisch). Inhaltlich habe ich immer noch dieselben Fragen: Wieso „good art“ und nicht „art“. Das erklärt er auch dort nicht.
      Außerdem ist diese Rede auch nur Teil 4 des Buches. Die Stuhl-Metapher (mein größtes Fragezeichen) ist also weiterhin so verwirrend wie am Anfang. 😀

      Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.