Rezension – Verrückt nach Karten hrsg. von Huw Lewis-Jones

Ich bin ein Fan von Landkarten, was auf meinem Blog oft viel zu offensichtlich wird. Sowohl sie selbst zu zeichnen, als auch sie anzusehen und von ihnen zu lernen. Dabei ist es mir im ersten Moment egal, wie realistisch und getreu sie die Umwelt darstellen, weil das meinens Erachtens nicht unbedingt ihr Ziel sein muss. Gerade wenn es um die Karten in Fantasy-Büchern geht, liebe ich es sie einfach anzuschauen und als das zu betrachten, was sie sind: Ein Kunstwerk. Deswegen habe ich mir das Buch Verückt nach Karten (herausgegeben von Huw Lewis-Jones im wbg Theiss Verlag) zu Weihnachten gewünscht.

Hier meine Zusammenfassung/Beurteilung des Buches.

Inhalt

Quelle: https://forum-independent.de/?p=3020

„Geniale Geschichten von fantastischen Ländern“ verspricht der Untertitel des Buches. Verrückt nach Karten ist ein Sammelband mit persönlichen Geschichten von 23 Autoren wie Philip Pullman (Autor der His Dark Materials Trilogie) und Cressida Cowell (Autorin von Drachenzähmen leicht gemacht).  Die Autoren berichten von der Erstellung oder einfach ihrer Allgemeinen Beziehung zu Karten. Dabei geht es vom Aussehen der Karten bis zu der Geschichte ihrer Erstellung.
Wer sich allerdings ein Buch erhofft hat, das eine Art Anleitung oder Tipps zum Erstellen eigener Karten bietet, der ist mit Verrückt nach Karten fehl am Platze.

Highlights und Kritik

Die Highlights des Buches sind eindeutig die Karten, die oft sogar mehrseitig abgebildet sind. Von einfachen Dungeons&Dragons-Karten bis historischen Werken wie diverser Terra Incognita und sogar Sternkarten ist alles dabei, was man sich nur wünschen kann. Es werde alte Skizzen gezeigt und dann zum Vergleich das Endprodukt und allein von dieser Nebeneinanderstellung kann man viel lernen.

Ein wenig enttäuscht hat mich allerdings der Inhalt. Ich hatte auf mehr Anleitung und weniger anekdotische Geschichten gehofft. Versteh mich nicht falsch, die Geschichten sind interessant und durchaus lesenswert.

Quelle: https://forum-independent.de/?p=3020

Meine Enttäuschung entstand allein durch meine falsche Erwartungshaltung. Und auch wenn ich von den Geschichte nur mäßig begeistert war, fand ich es dennoch spannend zu sehen, wie die verschiedenen Autoren zu ihren Landkarten gekommen sind und wie es an ihre Entwicklung ging. Denn wie ich schon gesagt habe: Aus Nebeneinanderstellung angefangener und fertiger Karten kann man unglaublich viel lernen (und man fühl sich auch gleich besser, wenn die eigenen Skizzen genauso „unfertig“ aussehen).

Fazit

Letztendlich war dieses Buch einfach nicht das, was ich mir von ihm erwartet oder erhofft hatte. Das ist schade, nimmt aber trotzdem nicht von dem, was es ist: Ein Sammelwerk verschiedenster Autoren, die davon erzählen, wie sehr Karten zu einer Geschichte beitragen können oder sie sogar inspirieren. Wie Tokien es schon gesagt hat:

„Ich begann wohlweislich mit einer Karte und machte die Geschichte passend.“

Wem würde ich dieses Buch empfehlen?
Wenn dir anekdotische Geschichten und das Thema der Landkarten insgesamt liegen und gefallen, wirst du auch an Verrückt nach Karten Freude haben. Erwarte aber keine bahnbrechenden Tipps, die dir helfen würden eigene Karten zu malen oder zu verbessern, denn die Erklärungen gehen nicht über allgemeines Grundwissen hinaus. Doch allein für die Bilder und die Inspiration, die sie bieten, kann ich dieses Buch empfehlen.

 


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