Rezension – Die Chroniken von Araluen

Die Chroniken von Araluen

Die Chroniken von Araluen sind eine Jugend-Fantasy-Reihe von John Flanagan, von denen das erste Buch 2007 beim omnibus Verlag erschienen ist.
Die Chroniken von Araluen sind (seit ich das erste Buch gelesen habe) meine absoluten Lieblingsbücher, aber ich musste feststellen, dass kaum jemand diese Reihe kennt. Was folgt, ist also mehr eine Vorstellung als eine Rezension.

Inhalt

Natürlich kann ich nicht jedes der mittlerweile dreizehn Bücher vorstellen (ich habe elf davon gelesen), daher hier nur eine sehr kurze Übersicht:

Will ist zusammen mit anderen Waisenkindern auf der Burg Redmont aufgewachsen. Als sie schließlich den Gildenmeistern vorgestellt werden, die über ihre Zukunft entscheiden, möchte sich keiner des schmächtigen und frechen Jungens annehmen. Ihm ist ein hartes und undankbares Leben auf den Feldern vorbestimmt. Doch es kommt anders: Der unheimliche Waldläufer Walt entscheidet sich im letzten Moment Will als seinen Lehrling aufzunehmen und unterweist ihn in der Kunst des Bogenschießens, Schleichens und weiteren Fähigkeiten, die ein Spion so braucht.
Will wächst über sich hinaus und erlebt zusammen mit seinem Lehrmeister und seinen Freunden gefährliche Abenteuer.

Die (Haupt)Figuren

Es ist mein Lieblingsbuch. Was soll ich da schon sagen? Ich liebe sie alle.
Will hatte immer den Traum, ein Ritter zu werden, doch er ist zu klein und schwach dafür. In den Büchern lernt er, dass es nicht immer auf körperliche Stärke ankommt, sondern sein Verstand um einiges gefährlicher ist als es eine Klinge je sein könnte.
Horace, sein Rivale und bester Freund, ist alles, was sich Will je gewünscht hat zu sein. Er ist groß, kräftig und hat ein bisher ungesehenes Talent für den Kampf mit dem Schwert. Zwischen den beiden geht es oft um Neid und Eifersucht, denn Horace bewundert den schnellen Geist seines Freundes, aber letztendlich raufen sich die beiden immer zusammen.
Am interessantesten ist aber Wills Mentor, der alteingesessene und mürrische Waldläufer Walt, der sich durch nichts und niemanden aus der Ruhe bringen lässt und einem strengen moralischen Kodex folgt. Leider ist er auch die einzige Figur, dessen Charakter im Laufe der Reihe stagniert und sich nicht weiterentwickelt.

Sprache

Die Chroniken von Araluen sind Jugendbücher. Das merkt man deutlich am Schreibstil. Es ist sehr einfach geschrieben und zwischendurch wird sich oft wiederholt. Das ist etwas schade, weil es die Bücher um einiges besser machen würde, wenn man diese Teile einfach gestrichen hätte. Allerdings hat mich das kaum von der hervorragenden Geschichte abgelenkt.
Was ich absolut beeindruckend finde, ist, dass jeder Charakter seine eigene Stimme hat. Selbst wenn man alle Namen aus den Dialogen entfernen würde, könnte man noch ganz genau zuordnen, wer was gesagt hat. Toll!

Die Entwicklung in der Reihe

Wie jede Reihe haben auch Die Chroniken von Araluen bessere und schlechtere Bücher. Hier eine kleine persönliche Einschätzung der Qualität:

Hier einmal eine Auflösung der Zahlen:

(1) Die Ruinen von Gorlan
(2) Die brennende Brücke
(3) Der eiserne Ritter
(4) Der Angriff der Temujai-Reiter
(5) Der Krieger der Nacht
(6) Die Belagerung
(7) Der Gefangene des Wüstenvolks
(8) Die Befreiung von Hibernia
(9) Der große Heiler
(10) Die Schwertkämpfer von Nihon-Ja
(11) Die Legenden des Königreichs 

.

Wie du siehst erreichen nur zwei Bücher die Qualität eines „durchschnittlichen“ Jugendbuches, die anderen sind konsequent besser. Ein kleiner Hinweis: Man kann die Bücher nicht durcheinander lesen. Es gibt einen roten Faden, der sich durch alle Bücher hindurchzieht (die Entwicklung von Will zu einem fertig ausgebildeten Waldläufer) und wenn man da vorgreift oder zurückspringt, wird es sich seltsam anfühlen.

Das Buch Die Legenden des Königreichs ist eine Sammlung von Kurzgeschichten, die Geschichten von Nebenfiguren untersucht. Nach den zehn Büchern davor, war es eine überraschende Abwechslung, die mir aber verdammt gut gefallen hat.

Fazit

Die Chroniken von Araluen ist eine Buchreihe, die auch vehemente Nicht-Leser zum Lesen bringt. Als ich die Bücher vor fast zehn Jahren entdeckt habe, habe ich sie an alle meine Freunde verteilt und jeder einzelne hat sie geliebt. Und das zu Recht, wenn ich das mal ganz unvoreingenommen sagen darf. Es sind tolle Abenteuerbücher für Jugendliche, die durch die Bank weg spannend und unterhaltsam sind.
Sogar jetzt nehme ich sie noch gerne zur Hand und lese sie wieder und wieder. (Ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass ich das erste Buch der Reihe über fünfzehn Mal gelesen habe.)

Wem würde ich diese Bücher empfehlen?
Die Chroniken von Araluen eignen sich hervorragend, um Kinder/Jugendliche für das Lesen zu begeistern. Sie haben eine tolle Mischung aus Abenteuer, Fantasy und Mystery, die eine sehr breite Masse von Lesern anspricht.
Geübten (und älteren) Lesern werden die zum Teil etwas holzigen und wiederhollastigen Stellen der Bücher auffallen, aber die Geschichten bleiben nach wie vor einige meiner Liebsten.

 


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