7 Tipps um den Tod in deiner Geschichte trauriger zu machen

Der Tod in Büchern

Der Tod einer geliebten Figur reißt dem Leser das Herz aus dem Leib. Jeder Bücherliebhaber hat einen kleinen (oder großen) Friedhof in seinem Herzen, wo er die Namen all der ermordeten und gestorbenen Figuren aufbewahrt. Bei mir liegen die Brüder Löwenherz, Sirius Black, Lucien aus Stravaganza, Ares aus Gregor und noch so viele andere.

In meiner letzten Kurzgeschichte Alabaster geht es um den tragischen Tod (den ich jetzt spoilern werde, also bitte die Geschichte lesen, wenn ihr es noch nicht getan habt *klick* ) von der Hauptfigur namens Jordan, alias Alabaster. Bevor ich ihn umgebracht habe, habe ich mir überlegt, wie ich seinen Tod in der kurzen Zeit, die einem eine Kurzgeschichte bietet, besonders traurig machen kann.

[Und ich hoffe, dass es mir auch gelungen ist, ansonsten wirft das kein gutes Licht auf meine Glaubwürdigkeit. 😀 ]

Ein tragischer Tod entsteht durch …

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  1. Unschuld
    Und die Unschuld meine ich im wörtlichen Sinne, aber auch als Charakterzug. Unschuldige Opfer sind besonders betrauernswert. Man denke an Kinder oder naive und idealistische Charaktere, die es nicht besser wussten, die ausgenutzt und schließlich umgebracht wurden.
    Aber auch jemand, der im Sinne des Gesetzes unschuldig ist und zu Tode verurteilt wird.
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  2. Unrecht
    Eng verwoben mit der Unschuld des Charakters ist das Unrecht, das ihnen widerfährt. Dass andere „bösere“ Charaktere davonkommen, aus Glück oder anderen Gründen, und jemand, der es nicht verdient hat, dem Tod geweiht ist.
    Unschuld und Unrecht sind zwei Seiten der selben Münze, denn nur wenn ein Charakter unschuldig ist, kann ihm Unrecht geschehen. Gerade ein Unrecht im Namen des Gesetzes ist so tragisch, weil das Gesetz (idealerweise) dazu dient, das Volk zu beschützen.
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  3. Nicht erreichte Ziele
    Es gibt kein Ende, keinen Abschluss, keinen Sinn in dem Leben des Opfers. Das Ziel bleibt ihm auf ewig verwehrt. „Das Ziel“ hierbei ist vage und ist bei jeder Person anders. Vielleicht ist es eine Beziehung oder ein böser Herrscher, der gestürzt werden muss oder einfach nur ein schönes Leben.
    Je näher der Charakter dem Ziel war, desto weniger will man den Tod wahrhaben.
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    „Er/Sie war doch so nah dran.“
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  4. Unnötig
    Hier gilt es eine gefährliche Grenze nicht zu übertreten: Der Tod darf nicht unnötig im Sinne der Geschichte sein, oder unnötig, weil die anderen Charaktere sich dumm verhalten haben. Sondern er hätte verhindert werden können. Das dürfen die Überlebenden (und der Leser) aber erst im Nachhinein erkennen und das zehrt dann noch mehr an deren Gewissen.
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  5. Unausweichlich
    Je nach Art und Dauer der Geschichte bietet sich auch ein unausweichlicher Tod an. Vielleicht ist der Charakter krank oder wurde verflucht und dem Leser it von Anfang an klar, dass er sterben wird. Mit genug Hoffnungskrumen, die in der Geschichte verteilt sind, kann ein unausweichlicher Tod der Traurigste von allen sein.
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  6. Jemand wird zurückgelassen
    Als Sirius Black gestorben ist, da war es nicht sein Tod, der mir im Gedächtnis geblieben ist, sondern Harrys Reaktion darauf. Dass er es nicht wahrhaben wollte, dass er versucht hat ihn zurückzubekommen und dass er die Hoffnung hatte, dass er doch noch zurückkehrt.
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  7. Wenn die Figur nicht sterben will
    Und vielleicht das traurigste: Wenn der Charakter nicht sterben will. Wenn der Tod kein heroisches Opfer ist und sich niemand an ihn erinnern wird. Wenn der Charakter noch im Sterben fleht, gerettet zu werden.
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Ein Wort zum Abschluss:

Wir sind desensibilisiert von Actionfilmen und diversen Büchern, in denen rechts und links Menschen sterben und wo der Tod keine Auswirkungen auf unsere Protagonisten hat.
Bedenke immer, welche psychischen Auswirkungen ein Tod in dem nahen Umfeld deines Protagonisten haben kann (und sollte). Wie traumatisch und verstörend es sein kann.

Und deshalb der wichtigste Tipp:

Der Tod sollte immer Gewicht haben.

 


Hast du noch andere Tipps, wie man den Tod einer Figur trauriger machen kann?

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4 Gedanken zu „7 Tipps um den Tod in deiner Geschichte trauriger zu machen

  1. Toller Artikel. Schön zusammengefasst, was wichtig ist für einen guten Tod. Die Liste behalte ich auf jeden Fall im Hinterkopf und prüfe die geplanten Prota-Tode noch mal auf die einzelnen Punkte. hehe

    1. Da bin ich aber froh, dass ich dir helfen konnte 🙂

      Und: Prota-Tode?! Plural?! Ich hoffe, am Ende lebt bei dir noch jemand 😀

  2. Wow!! Für jeden Tod den du beschrieben hast, ist mir auf Anhieb ein Besipiel eingefallen. Eine megagute gelungene Analyse, die mir schon beim alleinigen vor Augen führen ohne Geschichte sehr nahe gegangen ist.

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