Rezension – The Grimm Legacy

Beim Bloggeradventskalender habe ich von Saskia (Craving Stories) ein Buch gewonnen. Und zwar war es The Grimm Legacy von Polly Shulman, ein Buch das 2012 im Oxfordverlag erschienen ist. Das Buch ist auf Englisch, deshalb entschuldige ich mich, wenn ich einige Wörter seltsam übersetze. 🙂

Inhalt

Elizabeth bekommt durch ihren Lehrer Herr Mauskopf einen Job im New York Circulating Material Repository, einer Art Bibliothek für antike Gegenstände. Doch dieses Depot enthält nicht nur normale Antiqitäten, sondern auch Gegenstände aus den Märchen der Gebrüder Grimm, die eindeutig magische Fähigkeiten besitzen.
Kaum beginnt Elizabeth mit ihrer Arbeit, wird sie in ein Mysterium verwickelt. Gegenstände aus der Grimm Collection verschwinden auf seltsame Art und Weise oder verlieren ihre magischen Fähigkeiten. Dazu kommt noch, dass die Pagen des Repository von einem riesigen Vogel verfolgt werden. Elizabeth muss herausfinden, was passiert ist, denn ihre Freunde sind darin verwickelt.

Handlung

The Grimm Legacy ist eine wunderschön gesponnene Geschichte, die es schafft den Leser waf viele falsche Fährten zu führen. Die metaphorischen Brotkrumen sind geschickt gestreut und bis zum Ende bin ich erfolgreich im Dunkeln getappt. Sehr gut!

Charaktere

Elizabeth ist eine sehr sympathische Hauptfigur mit einem Sinn für das Besondere in alltäglichen Gegenständen. Sie führt den Leser klar, aber unaufdringlich, durch diese seltsame Welt des New York Repository und erlaubt es, diese „Bibliothek“ mit einer fast kindlichen Neugier zu betrachten.
Ihre Freunde und Mitarbeiter Marc, Aaron und Anjali sind eigene, lebende Entitäten (Das erwähne ich, weil Nebencharaktere leicht vernachlässigt werden können) und entwickeln schnell eine Eigendynamik.
Was meines Erachtens nicht hätte sein müssen, ist das will-they-won’t-they Gedruckse zwischen zunächst Marc und Elizabeth und dann Aaron und Elizabeth (ich bin einfach kein Mensch für romantische Subplots), aber ich habe es als nicht allzu störend empfunden.

Sprache

Die Sprache hat mit außerordentlich gut gefallen. Elizabeth (es ist aus der Ich-Perspektive geschrieben) ist beizeiten ein wenig zynisch und diese Stellen habe ich echt gefeiert.

Life is unfair, and the bad guys keep winning and good people die. – S. 6

Ein geheimer Lieblingscharakter ist der Spiegel aus dem Märchen von Schneewittchen, der auf Fragen, wie „Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land“ antwortet:

You have to ask, Eliza Rew?
Then listen up: it isn’t you. – S. 91

Außerdem war es schön, dass Elizabeth meine Meinung über den romantischen Subplot anscheinend teilt:

They looked perfectly human — or, at least, as human, as a couple in love can look. – S. 315

Fazit

The Grimm Legacy ist eine wunderschöne, kreative und kurzweilige Geschichte, die mich auch bis zum Ende noch überraschen konnte.

Wem würde ich dieses Buch empfehlen?
Hier muss ich natürlich zu allererst an Märchenliebhaber denken, denn das Buch greift auch viele etwas unbekanntere Märchen auf, wie zum Beispiel Jorinde und Joringel und hat mich daran erinnert, dass ich mal wieder ein Märchenbuch zur Hand nehmen muss.

Aber auch ohne einen Märchenhintergrund kann man diese Geschichte genießen. Man sollte sich aber auf eine fantastische Reise (in der wörtlichsten Bedeutung des Wortes) einlassen.

 


Kennst du The Grimm Legacy schon? Konnte ich deine Neugier wecken? 😉

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2 Gedanken zu „Rezension – The Grimm Legacy

  1. Liebe Sina,

    was für eine coole Rezension!
    Das Buch habe ich vorher noch nie gesehen, als riesengroßer Märchenfan landet es aber sofort auf meiner Wunschliste und hoffentlich auch ganz bald im Regal.
    Vielen lieben Dank für die tolle Vorstellung.

    Liebste Grüße <3 Jill

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