Wenn die schwarzen Federn fallen

Ich habe dieses Gedicht geschrieben, weil ich finde, dass es sich gruselig anhört. Aber leider habe ich keine Ahnung, worum es geht. Es sind mehr fließende Gedanken/eine Stimmung, als eine Geschichte.

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Wenn die schwarzen Federn fallen

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Lauf, mein Kind, lauf weg von hier!
Es ist nicht sicher, glaube mir,
Wenn ich dir sage, ganz bestimmt,
Der Himmel uns’re Freiheit nimmt.

Noch liegt’s in dichtem Nebeldunst
Und mit Glück und Göttergunst,
Wird es dort auf ewig weilen,
Drum komm, mein Kind, wir müssen eilen.

Denn wenn die schwarzen Federn fielen,
wär es vorbei mit lust’gen Spielen,
Selbst wenn sie uns den Vorsprung geben,
Wetten wir um unser Leben.

Lauf, mein Kind, lauf weit und schnell!
Lauf bis die Nacht wird wieder hell
Und wenn die Morgensonne scheint
wir werden wieder sein vereint.

Wenn die schwarzen Federn fallen,
Wir sähen Säbel, scharfe Krallen,
Doch das wäre einerlei,
Denn Engel, die sind vogelfrei.

 


Kann mir jemand vielleicht erklären, worum es in diesem Gedicht geht? Ich habe nämlich keine Ahnung.

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9 Gedanken zu „Wenn die schwarzen Federn fallen

  1. Ich denke da an zwei Dinge. Einerseits an einen Tornado. Da wird alles schwarz, und Trümmerteile fallen. „Noch liegt’s in dichtem Nebeldunst“ könnte heißen, dass sich der Schlauch noch nicht gesenkt hat. Wenn die Sonne wieder scheint, ist er weg.

    Andererseits denke ich bei den schwarzen Federn an den Fallout einer Atombombe. Beim 2. Abwurf 1945 konnte das erste Ziel wegen dichter Bewölkung nicht angeflogen werden.

    1. Oh wow! Stark, was das für Assoziationen hervorruft!
      Wie gesagt, ich habe persönlich keine Ahnung, worum es da geht. Also darfst du dir davon aussuchen, was dir besser gefällt! 🙂

      Danke für deinen Kommentar!

  2. Das ist ja auch mal eine interessante Herangehensweise: ein Gedicht schreiben und andere entscheiden lassen, worum es geht. 😉

    Na gut:
    Wie du selbst schon sagst, sehr düstere Stimmung. Offenbar eine Gefahr die im Dunkeln lauert – in welcher Form auch immer. Ich fühle mich irgendwie an dunkle Wälder erinnert in denen menschenhungrige Wesen leben, Werwölfe oder ähnliches. Eine Gefahr, die vielleicht sogar gestaltlos ist.

    Finde Alexanders Idee mit dem Tornado aber auch sehr großartig und treffend.

    1. Naja, manchmal überkommt einen die Kreativität und man hat keine Idee, was man da fabriziert 😀 (Und da fühle ich mich sofort in den Deutschunterricht zurückgeworfen, wo einem erzählt wird, dass jedes Wort in einem Gedicht eine besondere Bedeutung hat. Und dass der Autor immer eine bestimmte Intention hatte 😀 Pustekuchen!)

      Dunkle Wälder und menschenfressende Wesen. Finde ich gut! Würde auf jeden Fall super passen.

      1. Allerdings! Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass alle immer so genau wussten, was sie da geschrieben haben und wohin es führen würde/sollte. Der Mensch neigt aber dazu allem eine Bedeutung zu geben, so auch den Gedichten Verstorbener, die man nicht mehr fragen kann, ob das Gedicht tatsächlich so gemeint ist, wie interpretiert oder ob es einfach nur ein kreativer Erguss ohne tieferen Sinn und Hintergedanken war.

  3. Also eigentlich kann ich gar nicht viel mehr sagen als: Das gefällt mir. Ich mag Gedichte, die so gleichsam sind (vom Reimschema und so). Ich mag es einfach, es holt mich irgendwie ab 🙂

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