Der einsame Introvert

Der einsame Introvert

Bei lautem Gelächter und langen Gesprächen, wird es mit einem Mal klar,
Dass alles derselben Regel erliegt und nichts ist, wie es vorher Mal war.

Die Regel ist simpel und gleich paradox, es steht uns nicht zu, sie zu werten,
Dass Introvertierte in Gruppen die Einsamsten sind, weil sie es nie anders erlernten.

„Wie kann das denn sein?“ So fragt man sich gleich. „Unter Menschen alleine zu sein?“
Dazu kann ich nur sagen, dass alles ist, stets anders als simpler Schein.

Ist man isoliert, so hat man für sich, eine ganze Welt zu entdecken.
Der eigene Geist und tausende Bücher entführen, zu all den geheimen Ecken.

Doch selbst unter Freunden muss man, und das immerzu, sich wieder und wieder beweisen
Und wenn man nicht kann, belastet das sehr. Jeden Menschen, besonders den Leisen.

Deshalb ist’s so, wie schon vorher gesagt:
Was immer den Introvertierten plagt,
Ist das traurige Wissen
Es niemals zu missen

mit anderen Menschen zu sein.

 


Dieses Gedicht fasst für mich sehr schön zusammen, was es bedeutet introvertiert zu sein.
Konntest du dich mit dem Gedicht identifizieren? Bezeichnest du dich als introvertiert, extrovertiert oder ambiveritiert?

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10 Gedanken zu „Der einsame Introvert

  1. Wow, so schön. <3 Ich würde sagen, ich bin introvertiert mit Ausnahmen. Wenn ich mit den richtigen Leuten zusammen bin, ergeht es mir nicht so wie im Gedicht. Grundsätzlich brauche ich aber immer wieder einen Rückzugsort, weil es mir irgendwann anstrengend wird so viel mit Menschen unterwegs zu sein.

    1. Mir geht es ähnlich. Mit den richtigen Leuten (und das sind nicht viele) kann ich auf sehr lange Zeit zusammen sein, ohne dass ich mich ausgelaugt fühle.

      Nur als Kontext: Dieses Gedicht habe ich an den Weihnachtsfeiertagen geschrieben, als ich einfach vollkommen überfordert war mit so viel Familie auf einem Haufen. 😀 Da brauchte ich einen Rückzugsort und habe direkt mal ein Gedicht darüber geschrieben.

  2. Das ist wirklich ein wunderschönes Gedicht, was ich genau so unterschreiben würde. Gerade unter vielen Unbekannten zu sein (Party etc.) fühle ich mich oft überfordert und ein wenig unwohl und wirke somit wahnsinnig schüchtern. Wenn ich aber unter Leuten bin, die ich mag oder die mir zumindest sympathisch erscheinen, dann kann ich auch mehr aus mir herausgehen.
    Aber wenn ich dann eine Weile unter Menschen war, dann brauche ich definitiv auch mal wieder Zeit für mich. ^^

    Liebste Grüße,
    Levi

  3. Interessantes Gedicht.
    Ich würde mich auch als introvertiert bezeichnen 🙂 Ich habe meist keine Sehnsucht danach unter einer Gruppe von Menschen zu sein und ich mag besonders nicht, diese Art von Gruppenzwang. Wenn alle anfangen zu tanzen und zu singen, wieso in aller Welt sollte ich das auch machen, nur weil ich grad zu gegen bin? Ich bin gerne unter Menschen, solange man mich sein lässt, wie ich bin. Bei jeglicher Art von Druck oder Gleichschaltung, tanze ich aus der Reihe und mache lieber mein eigenes Ding <3
    Die Schulzeit war für mich der Horror damals. Nicht wegen den Menschen an sich. Aber wegen dieser Art von Konformität und Zwang. Ich bin ein kreativer Mensch. Meine Zeit ist zu kostbar, als sie unter Menschen zu verschwenden, die kein Lebensziel haben und nur das tun, was die Gesellschaft von ihnen erwartet. Ich bin lieber alleine und frei selbst zu bestimmen, wie ich gerade leben will, ob ich gerade laut oder leise sein will, ob ich rede oder schweige oder lieber schreibe ;D

    1. Danke für deinen langen Kommentar! 🙂

      Ich habe auch in sozialen Situationen meinen ganz eigenen Kopf, Gruppenzwang hat noch nie wirklich funktioniert 😀

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