Rezension – Apocalypse Now Now

Apocalypse Now Now – Schatten über Cape Town von Charlie Human ist ein Urban Fantasy Roman, der 2016 im TOR-Verlag erschienen ist.

Inhalt
Der 16-jährige Baxter lebt in Kapstadt. In seiner Schule vertreibt er zusammen mit seiner Gang „die Spinne“ Pornos. Nachdem seine Freundin Esmé von einem Serienmörder entführt wird, setzt er all seine Kräfte in Bewegung, sie zu finden. Er heuert den Kopfgeldjäger Jackie Ronin an und gemeinsam machen sie sich auf die Suche. Dabei findet Baxter heraus, das es Monster wirklich gibt und dass der Serienmörder vielleicht gar kein normaler Serienmörder ist.

Sprache
Apocalypse Now Now ist peppig und frisch geschrieben. Schon allein die erste Seite ließ mich schmunzeln.

Allerdings wurde ich das Gefühl nicht los, dass sich das Buch besser auf Englisch lesen lässt, denn einige Anspielungen auf zum Beispiel Liedern oder klassischer Literatur werden übersetzt und einige nicht, was zu einem seltsamen Mischmasch aus Sprachen führt.

Irritiert hat mich außerdem, dass das gesamte Buch im Präsens geschrieben war. Das mag eine persönliche Vorliebe sein, aber ich bevorzuge Bücher im Präteritum.

Sergeant Shoeman ist ein korpulenter Mann. Ach, lassen wir die Euphemismen. Er ist fett. Ultrafett.

Handlung und Charaktere
Ich wollte dieses Buch mögen. Das Cover ist richtig toll und der Klappentext hat viel Versprochen, aber nach den ersten 100 Seiten war für mich die Luft raus.
Ich hatte mir eine Geschichte über einen abgefuckten 16-Jährigen in einer Gang mit Pornobusiness auf Monsterjagd erhofft und bekam … einen von Zweifel geplagten Pubertierenden, der verliebt, etwas unfähig und so überhaupt nicht cool hinter einem Kopfgeldjäger herdackelte und der zu allem Überfluss auch noch zwei „Stimmen“ (BusinessBax und MetroBax) im Kopf hatte, für deren Unterhaltungen anscheinend die Zeit stillstand.
Man muss dem Buch zugute halten, dass die südafrikanische Mythologie echt spannend ist, aber das war meiner Meinung leider das interessanteste am Buch.

Sonstige Auffälligkeiten
Zwischen den Kapiteln gab es immer wieder kurze Zeitungsausschnitte oder Unterlagen von Baxters Psychologen. Die waren … manchmal interessant, mal nicht. Ich muss zugeben, dass ich ihren Sinn nicht wirklich verstanden habe. Genauso wie das Ende. Das Ende war … etwas. (Keine Sorge, meine Rezension ist Spoilerfrei). Es war ein kompletter Stilbruch zu der gesamten Geschichte davor.

Fazit
Die Stärken dieses Buches liegen bei seiner einzigartigen Sprache und der spannenden Mythologie. Die Schwächen bei allem anderen. Leider.
Das Buch ist … okay.

Wem würde ich das Buch empfehlen?
Das Buch ist leider nur okay. Ich bin mir nicht sicher, dass ich guten Gewissens ein Buch empfehlen kann, dass „nur“ okay ist.

 


Habt ihr dieses Buch gelesen? Wie fandet ihr es?

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