Rezension – Tales of the Peculiar

Tales of the Peculiar von Ransom Riggs ist eine Sammlung von Märchen/Kurzgeschichten aus der Welt der Peculiars, die 2016 erschienen ist. Es baut auf den früheren Büchern von Ransom Riggs auf (die Reihe Miss Peregrine’s Home for Peculiar Children), die ich noch nicht gelesen habe. Da es sich aber um eine lose Sammlung von Kurzgeschichten sammelt, für die man kein Hintergrundwissen über diese Welt braucht, war mein Unwissen kein Problem.
Mir ist dieses Buch beim Stöbern in einem Buchladen in die Hand gefallen. Die Ausgabe ist einfach wunderschön und ich musste es haben. Dass es sich bei dem Buch um Märchen handelt, war ein weiterer Grund, es zu kaufen.

Inhalt
Das Buch enthält neun Kurzgeschichten, die alle von Recht wunderlicher Natur sind und im Gegensatz zu den „traditionellen“ Märchen, einen deutlich fantastischeren Einschlag haben. Meine persönlichen Favoriten sind The Fork-Tongued Princess und The Pigeons of Saint Paul’s.

Sprache
Ich habe das Buch auf Englisch gelesen und ich konnte im Internet bisher keine Version auf Deutsch finden. Daher solltest du, wenn du dir dieses Buch kaufen willst, sicher in deinem Englisch sein. Die Satzstrukturen sind kurz und einfach, wie man es bei Märchen erwartet. Trotzdem ist es anspruchsvoll geschrieben und hat einen gefühlt alt-englischen Einschlag mit etwas veralteten Redewendungen.

And then he was gone, and she was gripped by a sudden, wild happiness – for her act of kindness had freed them both. (S.30)

Sonstiges
Mein ursprünglicher Grund für den Kauf dieses Buches war sein äußerliches Design. Aber das ganze Buch ist eine Schönheit. Jede einzele Seite ist mit kleinen goldenen Verzierungen versehen und jedes Kapitel beginnt mit einer wunderschönen Illustration von Andrew Davidson. Optisch macht dieses Buch also einiges her!
Eine weitere nette Besonderheit ist, dass dieses Buch von einem Charakter aus der Peculiar Children Reihe „verfasst wurde“
. Als Autor ist Millard Nullings angegeben, aber da ich die früheren Bücher von Ransom Riggs noch nicht gelesen habe, ist das nur eine Kleinigkeit, die die Atmosphäre des Buches unterstützt. (Auf dem Buchrücken steht trotzdem Ransom Riggs.)

Fazit
Tales of the Peculiar ist ein wunderschönes Buch, sowohl äußerlich auch innerlich. Die Märchen sind kreativ und abwechslungsreich. Wenn dieses Buch nicht auf Englisch wäre, würde ich tatsächlich empfehlen, diese Märchen als Gute-Nacht-Geschichten vorzulesen.
Man darf nicht anfangen, die Märchen zu hinterfragen, denn dann erscheinen sie etwas seltsam. Aber zu der Verteidgung des Buches muss man sagen, dass das auch für jedes traditionelle Märchen gilt (z.B. Warum lebt die Hexe im Knusperhäuschen?).

Wem könnte dieses Buch gefallen?
Offensichtlich ist dieses Buch für die Fans der Peculiar Children Reihe gedacht. Aber selbst als „Unwissender“ (zum Beispiel ich) sind die Geschichten sehr schön. Man braucht kein Hintergrundwissen aus früheren Büchern, denn jede Geschichte steht für sich.
Wenn du also Märchen magst, dann ist dieses Buch eine schöne Ergänzung zu deiner Sammlung.
Ich kann nur noch einmal betonen, dass dieses Buch sprachlich anspruchsvoll ist. Vor der Oberstufe gibt es wahrscheinlich nur wenige, die dieses Buch verstehen und genießen werden.


Diese Rezension habe ich im Rahmen der SuB den Sommer Challenge geschrieben *klick*.

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