90 000 Wörter in einem Monat – FAZIT

Was habe ich geschafft?
Ich liege jetzt insgesamt bei 47.498 Wörtern (125 DIN-A4 Seiten/229 Normseiten). Verpasst habe ich mein Ziel also um knapp die Hälfte, aber das finde ich nicht weiter schlimm.
Dafür habe ich jedes Kapitel (und was es beinhalten soll) fertig, dank der Hilfe von Platzhalten. Das bedeutet, vor mir liegt nur noch pure Schreibarbeit. Und das sollte nicht weiter schwierig sein.

Diese Challenge war ein Versuch, ob ich es schaffen kann, mich jeden Tag hinzusetzen und zu schreiben. Die Antwort ist …. vielleicht. 😀

Was habe ich gelernt?

  1. 3000 Wörter am Tag sind echt viel!
    So wie ich schreibe sind das zwischen 6 und 8 DIN-A4 Seiten am Tag! Das soll erstmal jemand regelmäßig schaffen. 😀 (Habe ich auch nicht, aber egal) Ein realistischeres Ziel wäre 2000 Wörter am Tag gewesen.
  2. Mein Buch wird gar nicht 90.000 Wörter lang.
    So wie ich das im Moment hochgerechnet habe, wird mein Buch auf etwa 82.000 Wörter kommen. Das ist nicht schlimm. 90.000 Wörter sind nur etwas zu viel.
  3. Perfektion wird überbewertet.
    Niemand lässt seine erste Version, wie sie ist. Und mir fällt es leichter einen Text zu überarbeiten, der schon da ist, als einen komplett Neuen zu schreiben. Also: erstmal alles aufs Papier klatschen und dann später verbessern.
  4. Verdammte Platzhalter!
    Ich weiß ja nicht, wie ihr schreibt, aber wenn ich keine Lust habe eine bestimmte Szene oder Beschreibung habe, oder ich nicht weiß, wie ich eine Szene anfangen kann, dann sieht das so aus:

    Dann frage ich mein Vergangenheits-Ich: Warum tust du mir sowas an?
  5. Schalte Social Media aus.
    Es wird einem überall gesagt und ich habe mich am Anfang nicht daran gehalten. Es ist einfach super aufregend, seinen Fortschritt zu kommentieren, aber es lenkt nur ab! Social Media nur in den Pausen! Und was für eine schöne Überleitung zum nächsten Punkt:
  6. Viele kleine Pausen!
    Am Anfang habe ich versucht, die gesamte Zeit durchzuschreiben, aber das hat nicht gut funktioniert. Deshalb mache ich jetzt jedes Mal, wenn mein Schreibfluss stockt eine Mini-Pause. In der Mini-Pause kann ich: eine Runde um den Block gehen oder aufs Klo gehen oder etwas zu trinken holen oder schnell einkaufen oder ein kleines Essen kochen oder 15 Kniebeugen machen oder …
    Es hilft ungemein sich für ein paar Minuten auf eine andere Sache zu konzentrieren. Es besteht natürlich die Möglichkeit, dass man mit diesen kleinen Pausen das Schreiben aufschiebt. Deshalb:
  7. Setze dir ein Zeitlimit
    Das mag nicht für jeden stimmen, aber mir hilft ein Zeitlimit. Sowohl für die Pausen, als auch für das Schreiben. Wenn ich vor dem Computer sitze und über drei Minuten keine Taste berührte habe, dann ist es Zeit für eine Pause. Eine Mini-Pause dauert nicht länger als fünf Minuten, dann geht es zurück an den Computer.
    Aber auch ein Zeitlimit für den Tag á la „Heute schreibe ich x Stunden!“, hat mir schon sehr geholfen.
  8. Kein Stress, wenn es an einem Tag nicht klappt
    Manchmal hast du keine Zeit. Manchmal verabschiedet sich die Muse und alles was aus deinem Kopf kommt ist absoluter Müll. Manchmal willst du einfach nicht schreiben.
    Das ist nicht schlimm. Morgen ist auch ein Tag.
  9. Hab einen Plan.
    Nichts ist schlimmer, als sich hinzusetzen und nicht zu wissen, was man schreiben soll. Selbst wenn man weiß, welche Szene vor einem liegt, kann es dennoch schwierig sein, zu wissen, wo man anfangen will und was die Szene beenden soll.
    Um meine Unschlüssigkeit zu verhindern, habe ich mir unzählige Post-it Notes geschrieben, auf denen die Motivation für die Figuren stand und wie sich die Charaktere, aber auch die Situation im Laufe der Szene ändert.

Mein Fazit
Dieser Monat war verdammt produktiv. Obwohl ich mein Ziel von 90.000 Wörtern (oder Beendung des ersten Manuskripts) nicht ganz geschafft habe, bin ich dennoch richtig stolz auf meinen Fortschritt.

Jetzt eine kleine Frage an dich: Fandest du diese Serie interessant? Soll ich auch über meinen Überarbeitungsprozess bloggen? Soll ich ein wenig über mein (zukünftiges) Buch und seinen Inhalt schreiben? Oder willst du erst wieder von meinem Buch hören, wenn es tatsächlich veröffentlicht wird? 😛
Ich würde mich über Anregungen freuen!


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7 Gedanken zu „90 000 Wörter in einem Monat – FAZIT

  1. Mich würde der Inhalt auf jeden Fall interessieren! Und auch der Überarbeitungsprozess; wenn ich bei meinem Projekt bleibe, stecke ich nämlich auch darin und suche Leidensgenossen sowie gute Tipps 🙂
    LG Katharina

    1. Wenn ich mit der ersten Version fertig bin, dann schreibe ich über den Inhalt 🙂 Das dauert aber bestimmt noch zwei oder drei Wochen.
      Beim Überarbeitungsprozess muss ich noch schauen, wie ich das am Besten mache, aber da lasse ich mir was Schönes einfallen.

  2. Spannend, spannend! Ich werde mich dieses Jahr wohl mal am NaNoWriMo versuchen. Da geht’s ja darum in einem Monat 50.000 Wörter zu schreiben. Ich bin schon sehr gespannt, wie viele Wörter ich da schaffe und ob ich es in dem Monat schaffe mich jeden Tag hinzusetzen. Ich befürchte aber, dass es da Tage geben wird, an denen man es einfach nicht schaffen wird. Aber am Ende zählt ja bloß dass es Spaß macht und dass man voran kommt. 🙂

    1. Ich denke, der Trick ist es, dass man sich einfach nicht zu sehr Stress machen darf. So im Nachhinein ist mir auch aufgefallen, dass ich bei vielen Kapiteln/Szenen einfach eine zu ungenaue Vorstellung davon hatte, was passieren sollte.
      Ich würde also sagen: Planung und eine entspannte Herangehensweise sind das A und O. 🙂

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