Der einfache Weg Landkarten zu zeichnen – Küste und Meer

In diesem Blogartikel lernst du, wie du deine eigene Landkarten zeichnen kannst. Hiefür brauchst du nur Papier, einen Bleistift, ein Radiergummi, viele kleine unregelmäßige Gegenstände (Kürbiskerne o.ä.) und etwas Zeit.

WICHTIG: Dieser Artikel ist aufgrund der vielen Bilder auf manchen Handys nicht gut zu lesen!

Küste und Meer

Als erstes muss die Form deiner Landmassen festgelegt werden. Dafür verteilst du die Kürbiskerne (o.ä.) zufällig auf deinem Papier. Falls du mit der Silhouette nicht zufrieden bist, kannst du die Kürbiskerne jetzt so zurechtrücken, bis sie deiner Idee entsprechen.

Wichtig: Dein Land muss nicht gleichmäßig oder „ordentlich“ aussehen. Tatsächlich lassen Unregelmäßigkeiten deine Karte echter aussehen!

Um das Land auf Papier zu bringen, malst du als nächstes die Ränder mit einem Bleistift nach. Sei dabei so genau wie möglich, denn es ist immer einfacher Details wegzunehmen, als sie im späteren Verlauf hinzuzufügen.
Deine Karte sollte jetzt in etwa so aussehen:

(Zwecks Sichtbarkeit habe ich mit einem Fineliner gemalt, aber ich rate dringend mit einem Bleistift zu malen, um Fehler korrigieren zu können!)
Ab jetzt werde ich für jedes weitere Element mehrere Gestaltungsmöglichkeiten vorschlagen. Davon ist keine besser oder schlechter als die andere, sondern es hängt alles von deinem persönlichen Geschmack ab. Trotzdem werde ich versuchen Vor- und Nachteile der einzelnen Designs erläutern.

Damit im weiteren Prozess die Küste leicht erkennbar ist, sollte man sie herausheben. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten:

(Die Zeichnung habe ich auf einen Computer verlagert, damit ich verschiedene Designs besser nebeneinander präsentieren kann.)
Den ganzen Umriss [links] dicker zu machen geht deutlich schneller und ist einfacher, aber dafür gehen einige der Details verloren. Die Schatten [rechts]  lassen die Landkarte im späteren Verlauf edler aussehen. Dafür kann es für artistisch ungeübten Landkartenzeichner herausfordernd sein, die richtige Perspektive für die Schatten zu finden und beizubehalten.
Deshalb hier einige Tipps:
Male auf ein separates Blatt ein Viereck und überlege dir von wo das Licht kommen soll. (Für den schönsten Effekt sollte es diagonal auf das Viereck scheinen.)
Die beiden gegenüberliegenden Seiten vom Licht, sind folglich im Schatten und müssen somit dicker gezeichnet werden. Aber nicht nur die geraden Teile der Landkarte bekommen Schatten, sondern auch alle „Winkel“ dazwischen. (s. linkes unteres Dreieck)

Jetzt da die Küste fertig ist, ist der erste Grundstein gelegt. Allerdings kann es passieren, dass auf den ersten Blick nicht klar ist, welcher Teil der Karte Land sein soll und welcher das Meer ist.
Deshalb wird als nächstes das Meer hinzugefügt. Auch hier gibt es mehrere Gestaltungsmöglichkeiten.

Die erste Möglichkeit ist es, das Meer grau darzustellen. Das geht sehr schnell und ist sehr einfach, sieht dafür aber unspektakulär aus.
Für ein bisschen mehr Aufwand, kann man das Meer in Grauschattierungen darstellen. Dabei muss man sich entscheiden, ob die dunkelsten Grautöne in der Nähe der Küste sein sollen, oder am weitesten davon entfernt.

Hier gilt es dann auszuprobieren.


Die zweite Möglichkeit wäre es, die Wellen an der Küste anzudeuten. Das ist sehr schön, wenn man nur den Ausschnitt einer Küste hat, die von „oben nach unten“ verläuft. Bei Inseln sehen die Küsten die par
allel zu den Wellen verlaufen immer etwas seltsam aus.
Auch hier gilt es dann auzuprobieren und zu schauen, was zu dem Stil der Landkarte, Geschichte oder Welt passt.

Man kann die Wellen an der Küste aber auch aus der Vogelperspektive andeuten. Dafür muss man den Umriss der Küste dreimal mit einem dünnen Stift nachzeichnen. Das erste mal mit einer durchgehenden Linie. Das zweite Mal mit einer öfter unterbrochenen Linie und das dritte mal mit großen Unterbrechungen in der Linie.
Diese Methode ist aber mit Abstand am aufwändigsten und dauert somit am längsten.

Als letztes bleibt die Methode, die auch am schnellsten geht:
Einzelne Wellen weit entfernt von der Küste in unregelmäßigen Absänden aufzeichnen.

Man kann diese Methoden aber auch nach Lust und Laune kombinieren. Hier ist Kreativität gefragt.

Zum Beispiel so:

Oder so:

 

Jetzt sind Küste und Meer fertig und somit auch dieser Artikel.

Im nächsten Teil dieser Serie lernst du Berge und Gebirge zu zeichnen.

Schreibe einen Kommentar